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Einer der Gründe für unsere Reise war der 30. Geburtstag meiner Schwester. Wir fuhren nach Deggendorf wo der Freund meiner Mutter, Uwe, lebt. Wir waren für ein paar Tage seine Gäste. Hier packt meine Schwester Geschenke aus.

Das Haus von hinten

Der Kachelofen

Die Küche

Das Badezimmer

Ein alter Filmprojektor

Ausblick vom Balkon

Am Abend gins in ein typisch Bayrisches Restaurant zum Feiern. Hier einer der Partyräume, eine alte renovierte Scheune, alles aus Holz. Hier wurde abends Fussball geschaut, gegessen und getrunken.

Meine Schwester sticht das Fass an

Das Bier war gut wie man sieht

Und das Essen auch

Die Kellnerin

Die Speisekarte

Mittagessen am nächsten Tag, typisch Bayrisch: Weisswurst, Bretzeln, Kraut, Bier.

Deggendorf Innenstadt

Marktplatz mit vielen Cafes.

Das obligatorische "Kuck mal wie schnell ich fahre!" Bild. 200 km/h, typische Autobahngeschwindigkeit.

Um es klarzustellen: Es gibt viele Strecken wo man so schnell fahren kann wie man will. Allergings gibt es auch viele Gegenden mit Geschwindigkeitsbegrenzung, z.B. an einem Autobahnkreuz/dreieck, kurvige Strecken, lange Brücken mit Seitenwind, usw. Hier darf man 100 oder 120km/h fahren. In Baustellen ist es niedriger, 60 oder 80 km/h.

Leider hat die Autobahn ihren Reiz verloren. Es ist ganz anders als vor 15 Jahren. Durch die Entwicklung der Europäischen Union und der Öffnung der Grenzen in den Osten sind wesentlich mehr Autos und Lastwagen auf der Autobahn unterwegs. Viele Strecken sind bloss zweispurig und können den Verkehr nicht verkraften.

Ausserdem können viele Lastwagen bloss 100 km/h fahren. Wenn ein Lastwagen versucht einen anderen zu überholen, gibts direkt Stau. Oder wenn ein kleines Auto wie der Ford Ka einen Lastwagen überholt. Diese Situationen passieren alle paar Kilometer was sehr frustrierend ist und den Verkehrsfluss ständig unterbricht. Wenn man schnell fahren will muss man dauernd bremsen, und dann viel Benzin verschwenden wenn man wieder beschleunigt.

Zu dem Problem tragen auch die Holländer bei. Deren Hobby ist es anscheinend mit Wohnwagen wochenlang auf der Autobahn rumzufahren mit 120 km/h, wahllosem Überholen und einem kompletten Unverständnis wie Verkehr auf der Autobahn funktioniert.

Ausserdem scheinen die meisten Fahrer die einfachsten Regeln vergessen zu haben. Zum Beispiel: Wenn man in die linke Spur will, schaut man erst in die Rückspiegel um sicherzugehen dass da keiner von hinten angerast kommt. Während man in der linken Spur ist werden die Spiegel alle paar Sekunden gecheckt. Wenn jemand kommt, geht es wieder auf die rechte Spur. Heutzutage klappt das nicht mehr. Keiner passt mehr auf was um sich herum vor sich geht, keiner fährt mehr rechts. Dies macht das Schnellfahren fast unmöglich.

Lange Rede, kurzer Sinn: Autobahn fahren macht nicht mehr viel Spass. Die guten alten Zeiten sind vorbei.

Wir hatten Glück einen Sonntag abend auf dem Weg nach Siegen. An dem Abend war das Endspiel des Europacups und die Strassen waren leer. Wir konnten 200 km/h die meiste Zeit fahren.

Es war interessant zu sehen wie anders man in Frankreich und Italien fährt. Ein paar Tage nach dem Geburtstag meiner Schwester fuhren Sandy und ich nach Frankreich (Cannes).

Kurze Nebenbemerkung: Europa ist wirklich klein. Wir fuhren von D-Land nach Frankreich in einem Tag. Morgens hatten wir Frühstück in D-Land, einen Snack in Österreich, Mittagessen in Italien, Abendessen in Frankreich.

Egal - in Italiten und Frankreich ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 130 km/h - Überall. Allerdings macht sich da keiner was draus, auch nicht die Polizei. Am Anfang fuhr ich 130 km/h, wurde aber von jedem überholt. Ich passte mich schnell an und folgte dem Beispiel anderer Fahrer: Vergiss alle Verkehrsregeln, fahr so schnell du willst, und versuch Kollisionen zu vermeiden wenns geht.

Die Deutschen sind sehr präzise und folgen den Regeln. Die Italiener und Franzosen kehren sich einen Dreck um die Regeln und fahren wie Affen auf Crank. Das Fahren da unten war echt spassig. Da gibts eine Strasse nach Genua, zwei kurvige Spuren bergrunter mit etwas Verkehr und jeder Fahrer denkt er ist Nikki Lauda. Kurven schneiden, überholen, hart an der Grenze fahren mit bloss Zentimeter Platz - super! Es war lange her seit dem ich so viel Spass beim Autofahren hatte. Zu schade dass ich meine Schnitzelrocket nicht dabei hatte.

Aber so zu fahren ist nicht für jedermann. Die Dimensionen sind hier viel kleiner und enger als in den USA. Mit einem SUV oder Minivan wär man hier aufgeschmissen.

Wir fuhren mit dem VM Golf meiner Schwester, ein Turbo Diesel, was anscheinend sehr populär ist in Europa da Diesel billiger ist und man weniger Steuern zahlt.

Noch ein Kommentar von wegen Autofahren in Italien und Frankreich. Die Strassen sind sehr gut, glatt geteert, keine Schlaglöcher, gut markiert. Allerdings zahlt man ne Menge für diese Privileg. Wir fuhren in einer Woche ungefähr 2500 Kilometer in Italien und Frankreich und gaben über $200 an Strassenzoll aus. Ist es aber wert. Viel bessere Strassen und weniger Verkehr als in D-Land.

Ein grosses Kompliment an Italien und Frankreich. Überall gibts Schilder bis zum Abwinken, man brauch kein Navigationssystem, sogar Schilder zu Hotels usw.

Ich habe zwei Vorschläge wie man eine Menge Geld sparen kann in Italien und Frankreich:

  1. Brücken brauchen keinen Namen. Hört damit auf Brücken zu benennen und Schilder mit den Namen aufzustellen.
  2. Baut alle Autos ohne Blinker. Benutzt eh keiner.

Ok, mehr Bilder...

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